Neurodermitis

Die Neurodermitis (auch bezeichnet als „atopische Dermatitis“, „chronischkonstitutionelles
Ekzem“, „Vierzigerausschlag“ etc.) ist eine Krankheit aus dem
sogenannten allergischen Formenkreis. Voraussetzung zu ihrer Entstehung ist eine
ererbte „Begabung“ zu allergischen Reaktionen, eigentliche Ursache ist immer eine
sogenannte „zentrale“, meist freilich „maskierte“ Allergie gegen ein oder mehrere
Grundnahrungsmittel, weitaus am häufigsten Milch oder Weizen oder beides.
Diese jederzeit beweisbare Tatsache (jeder Neurodermitispatient kann sich innerhalb
weniger Wochen von der Richtigkeit überzeugen) gehört erstaunlicherweise noch nicht
zum allgemeinen Wissensgut der Medizin. Viele Ärzte und Fachleute glauben auch
heute noch nicht an die Nahrungsmittelallergie als Ursache der Neurodermitis. Der
Grund hierfür liegt in der Methodik der Allergietests. Die bisher zur Verfügung
stehenden Allergietests (im wesentlichen Haut-und Bluttests) sind zur Erfassung von
Nahrungsmittelallergien nicht oder nur wenig geeignet. Der in den letzten Jahren
entwickelte Bioresonanz –Allergietest bietet hingegen die Möglichkeit, jede Substanz
auf einfache, rasche und für den Patienten nicht belastende Weise als Allergen zu
identifizieren. Der Test arbeitet nicht wie die oben erwähnten Methoden mit der
chemischen Substanz, sondern mit der elektromagnetischen Information des
Allergens und ist damit wesentliche sensibler und genauer als alle bisher bekannten
Testmethoden.
Für den Neurodermitispatienten besonders wichtig ist dabei die Möglichkeit, auch
winzige Beimengungen des Allergens (=Stoff, gegen welchen die Überempfindlichkeit
besteht) in jeder Art von Nahrungsmittel nachzuweisen.
Je besser ein Neurodermitis-Patient über die ursächlichen Zusammenhänge seiner
Krankheit Bescheid weiß, desto eher wird er sie zu beherrschen lernen. Dazu ist es
zunächst wichtig, den Mechanismus der „zentralen“ Allergie und ihrer „Maskierung“
und Demaskierung“ verstanden zu haben.
Eine sogenannte „zentrale Allergie“ entsteht bei erbmäßig meist stark belasteten
Menschen fast immer schon in frühester Kindheit durch Sensibilisierung gegen ein dem
Körper häufig, in der Regel täglich zugeführtes Grundnahrungsmittel!
Das erste Fremdeiweiß, mit dem der Säugling in unserem Kulturkreis in Kontakt
kommt, ist in der Regel Kuhmilch (alle industriell hergestellten Babynahrungen mit
Ausnahme der speziellen Diätnahrungen werden bekanntlich aus Kuhmilch hergestellt).
An zweiter Stelle steht der Weizen (in Form von Mehl, Grieß, Flocken etc. gleichfalls
Bestandteil vieler Babynahrungen, ab Ende des ersten Lebensjahres täglich genossenes
Grundnahrungsmittel in Form von Brot, Gebäck, Teigwaren usw.).
Fleisch spielt – von welcher Tierart auch immer – interessanterweise als sogenanntes
zentrales Allergen praktisch keine Rolle.
Bei weitem die wichtigsten Auslöser sog. Zentraler Allergien sind Kuhmilch und
Weizen. Sie sind praktisch die einzigen Nahrungsmittel, die jeder von uns von frühester
Kindheit an täglich zu uns nimmt, dementsprechend häufig sind auch die durch sie
verursachten Krankheitsbilder, nur sind sie ganz in der Regel als solche – nämlich als
Milch- oder Weizenallergie – nicht ohne weiteres erkennbar.
Was sind nun die Gründe, warum die Zusammenhänge bei den sog. zentralen Allergien
so schwer zu durchschauen sind:
Der zentrale Begriff, den wir hier brauchen und verstanden haben müssen ist der Begriff
der Maskierung:
Maskierung einer Nahrungsmittelallergie = die durch das Allergen verursachten
Symptome (z. B. einer Neurodermitis) schwächen sich ab oder verschwinden, wenn
der Patient innerhalb einer gewissen Zeit (meist 1-3 Tage) dasselbe Allergen
wieder zu sich nimmt.
Das bedeutet, daß im Stadium der Maskierung Art und Ausmaß der
Krankheitserscheinungen (beim Neurodermitiskranken die Ekzemveränderung) in
keinem erkennbaren Zusammenhang mit der Zufuhr des Allergens stehen, also z.
B. sich nicht unmittelbar verschlechtern, wenn der Milchallergiker besonders viel Käse
oder Topfen ißt oder der Weizenallergiker im Urlaub vorwiegend von Teigwaren lebt.
Es bedeutet aber nicht etwa, daß der Patient nur möglichst viel von seinem maskierten
Allergen zu sich nehmen sollte, um frei von Symptomen zu sein. Der
Neurodermitiskranke im Stadium der Allergen-Maskierung lebt in einem
schweren Dauerbelastungszustand. Die Schwere seiner Hauterscheinungen hängt
weitgehend davon ab, wie weit es dem Organismus gelingt, den allergischen Dauerstreß
zu kompensieren. Aus diesen Gründen wirken alle zusätzlichen Belastungen
körperlicher aber auch seelischer Art (Krankheiten im weitesten Sinne, toxische,
geopathische oder Herdbelastungen, besonders auch psychische Spannungen und
Konfliktsituationen) als Auslöser von Verschlechterungen.
Auch der Zustand der Ausscheidungsorgane, vor allem des Darmes, ist bei allen
Neurodermitispatienten von ganz besonderer Bedeutung. Sehr häufig besteht eine
Pilzbesiedelung des Darmes (vom Patienten selbst meist nicht bemerkt), die einen
weiteren Belastungsfaktor darstellt.
Umgekehrt wissen viele Neurodermitispatienten, daß sich ihre Haut in Zeiten genereller
Entlastung, z. B. im Urlaub, meist wesentlich bessert. Alle Bücher und sonstigen
Publikationen über Neurodermitis sind voll von Ratschlägen, die alle in diese Richtung
zielen. Jede Entlastung des Organismus kann sich bessernd und beruhigend auf
Verlauf und Schwere der Neurodermitis auswirken. Eine echte Heilung ist aber
nur möglich, wenn die Ursache der Krankheit – die Allergie – beseitigt wird ! Dazu
ist aber unabdingbare Voraussetzung, daß zunächst das Allergen (wie bereits erwähnt
ist es fast immer Kuhmilcheiweiß oder Weizen oder beides) als solches erkannt wird
und völlig aus der Nahrung weggelassen wird. Das führt – spätestens nach 4 – 5 Tagen
– zur Demaskierung der Allergie !
Erst ab diesem Zeitpunkt werden die tatsächlichen Allergiezusammenhänge erkennbar
und jederzeit auch beweisbar, weil ab diesem Tag jeder kleinste Fehler, also auch die
winzigste Spur einer Allergenzufuhr zu einer deutlichen Hautreaktion mit
verstärktem Juckreiz und Verschlechterung der Ekzemveränderungen führt.
Neben der zentralen Allergie, die immer die Grundursache der Neurodermitis
darstellt, kommen beim gleichen Patienten auch sog. „oberflächliche
Allergieformen“ vor. Sie können die verschiedensten Nahrungsmittel betreffen (z. B.
Zitrusfrüchte, Tomaten, Schokolade usw., aber auch lokal an der Haut wirkende Stoffe
wie Kosmetika, Salben Textilien, Waschmittel usw. Sie können während des Verlaufes
wechseln, d. h. auftreten und wieder verschwinden, können durchaus
Hautverschlechterungen verursachen, sind aber nie die eigentliche Ursache der
Neurodermitis! Auch lokal die Haut tangierende Substanzen (z. B. Salben, Kosmetika,
Textilien, Waschmittel etc.) können als oberflächliche Allergene wirken, für sie gilt das
gleiche wie für die oberflächlichen Nahrungsmittelallergene.
Die Ausprägung der Hauterscheinungen ist von Fall zu Fall, aber auch im Verlauf des
Einzelfalles sehr verschieden. Sie ist abhängig vom „Sensibilisierungsgrad“ (=Ausmaß
der Überempfindlichkeit), aber wie bereits erwähnt, auch vom augenblicklichen
Gesamtzustand des Patienten. Deshalb können sich eben die Erscheinungen im Urlaub
bessern, in Zeiten mit Streß, psychischen Belastungen etc. aber deutlich verschlechtern.
(Im Gegensatz zu der von Psychosomatikern häufig vertretenen Meinung ist die Psyche
nicht die Ursache der Neurodermitis, sondern lediglich einer von mehreren möglichen,
oft reichlich wirksamen Labilisierungsfaktoren!)
Patienten mit schwerer chronischer Neurodermitis sind meist „Multiallergiker“, d. h.
sie reagieren auf vielerlei Reize, die oft kaum zu durchschauen sind. Trotzdem gilt auch
bei diesen Patienten die Hierarchie der Allergene, d. h. das sog. zentrale Allergen
(Milch oder Weizen oder beides) ist immer das wichtigste und die eigentliche
Ursache der allergischen Krankheit. Die sog. oberflächlichen Allergene, so zahlreich
sie zeitweise auch sein mögen, wirken lediglich als modifizierende oder labilisierende
Faktoren, ihre Ausschaltung kann bestenfalls eine gewisse Beruhigung bringen, aber nie
zur echten Heilung führen!

Therapiekonzept
Die Therapie der Neurodermitis ist nicht einfach, aber dankbar! Sie liegt zum größten
Teil in den Händen des Patienten selbst und seiner Familie und erfordert viel
Aufmerksamkeit und Geduld. Es wird empfohlen, den hier aufgezeigten Weg so
konsequent wir irgend möglich zu verfolgen, er ist bei vielen Neurodermitispatienten
erprobt und scheint der einzige zu sein, der tatsächlich zu einer echten Heilung führen
kann.
1. Allergenkarenz:
Erste und wichtigste Voraussetzung zur Behandlung jeder allergischen Erkrankung ist
die exakte Ausschaltung aller Substanzen, auf welche der Körper überempfindlich
reagiert (Fachausdruck: „Allergenkarenz“)
Allergie ist ein q u a l i t a t i v e s und kein quantitatives Phänomen, d. h. es kommt
nicht auf die Menge, sondern auf die dem Allergen eigentümliche Information an.
Gerade für den Neurodermitis-Patienten ist es wichtig, zu wissen, daß schon eine so
unvorstellbar kleine Menge wie ein einziges Molekül, ja sogar die reine immaterielle
Schwingungsinformation des Allergens genügen kann, um das Vollbild der
Erkrankung hervorzurufen. Das gilt und das muß immer wieder betont werden, beim
Neurodermitispatienten speziell für das zentrale Allergen, also Kuhmilcheiweiß oder
Weizeneiweiß oder beides.
In der exakten Ausschaltung jeder Milch-oder Weizeninformation liegt die
eigentliche Schwierigkeit der Neurodermitistherapie. Es erfordert viel
Aufmerksamkeit, ja geradezu detektivischen Spürsinn, um allen im täglichen Leben auf
Schritt und Tritt lauernden Gefahren aus dem Weg zu gehen und wirklich alle Fehler zu
vermeiden (Als Hilfe dienen die Merkblätter über Kuhmilch- und Weizenallergie).
In den ersten ein bis zwei Wochen der Allergenkarenz kommt es häufig zu einer
deutlichen V e r s c h l e c h t e r u n g der Hauterscheinungen mit vermehrtem
Juckreiz. Diese, ähnlich wie eine Entziehungsreaktion beim Suchtkranken zu wertende
Phase muß abgewartet und überstanden werden. Dann müssen sich sämtliche
Hauterscheinungen, speziell auch der Juckreiz, deutlich bessern, ansonsten muß nach
Fehlern in der Ernährung oder aber im Umfeld des Patienten gesucht werden.
Praktisch alle Neurodermitispatienten sind „Hyperergiker“ (d. h. sie sind in höchstem
Maße überempfindlich) und reagieren zumindest im Beginn der Allergenkarenzphase
schon auf die reine immaterielle biophysikalische Information (= das spezifische
biophysikalische Schwingungsmuster), auch ohne materiellen Kontakt mit dem
Allergen!
Für den Neurodermitispatienten ist es entscheidend wichtig, über die Möglichkeit
derartiger extremer Überempfindlichkeitsphasen Bescheid zu wissen und diese
rechtzeitig zu erkennen: Die Situation ist meist sehr typisch: Der Patient ist zunehmend
frustriert, ja er zieht sogar das gesamte Konzept in Zweifel, weil er trotz exaktester
Ausschaltung seines Allergens aus der Nahrung keine Besserung seines
Krankheitsbildes bemerkt, im Gegenteil, es kommt aus ihm unerfindlichen Gründen
immer wieder zu massiven Schüben mit Hautverschlechterung, Juckkrisen usw.
Wer nicht speziell darauf hingewiesen wird, denkt nicht daran, daß Allergene auch über
die rein immaterielle Information wirken können, zumal dieser Mechanismus auch in
Expertenkreisen weltweit so gut wie unbekannt ist. Das ist auch der Grund, warum
Eliminationsdiäten, wie sie immer wieder für Neurodermitispatienten empfohlen
werden, so selten zum wirklichen Erfolg führen!
Die wichtigsten Regeln für die Allergenkarenz bei Hypergie sind:
Sämtliche in irgendeiner Form allergenhaltigen Produkte müssen nicht nur aus der
Nahrung, sondern auch aus der Wohnung und dem Umfeld de Patienten entfernt
werden.
Schon das Hantieren mit dem Allergen, speziell aber Wärmen, Kochen Backen, etc.
durch eine andere Person bedeutet Freiwerden der Information und kann schwere
Reaktionen auslösen. Auch das Wärmen von Milch oder milchhaltigen Produkten in
einem Mikrowellenherd erzeugt nach dem Öffnen des Herdes für mehrere Stunden eine
starke Milchbelastung des betreffenden Raumes. Für Weizenallergiker ist z. B. der
Aufenthalt in Räumen, in denen innerhalb der letzten Stunden weizenhaltige Speisen (z.
B. Nudeln, Knödel, etc.) gekocht oder gewärmt , Kuchen gebacken, weizenhaltiges Brot
getoastet wurde usw., absolut verboten.
Aus den selben Gründen müssen grundsätzlich auch alle Lebensmittelgeschäfte,
Supermärkte, Konditoreien, Bäckereien, etc. gemieden werden. Auch das Risiko
jeden Restaurantbesuches sollte dem Patienten bewußt sein. Bei Besuch in anderen
Wohnungen muß darauf geachtet werden, daß nicht am gleichen Tag mit dem Allergen
hantiert, gekocht oder gebacken wurde.
Die Überempfindlichkeit kann so groß sein, daß sogar der Kontakt mit Personen, die
selbst das für den Patienten als Allergen wirkende Nahrungsmittel zu sich
genommen haben, massive Reaktionen auslöst. Wir geben bei Hyperergikern den
Rat, daß sich alle in derselben Wohnung lebenden Familienmitglieder gleichfalls
der strengen Allergenkarenz unterziehen sollten.
Stillende Mütter von Neurodermitiskindern sollten wissen, daß ihr Säugling die
Muttermilch u. U. nicht verträgt, solange sie nicht selbst milchfrei leben. Ein
Muttermilchtest gibt in diesen Fällen rasch Auskunft über diese wichtige Frage.
Hypererge Phasen sind in der Regel nicht von Dauer, können aber doch mehrere
Wochen bis Monate bestehen bleiben. Besonders häufig entstehen sie in der Zeit
unmittelbar nach der Demaskierung der Allergie, also im Beginn der Allergenkarenz,
aber auch in Zeiten vermehrter Belastung, psychischer Spannungen, Krankheiten
im weitesten Sinne usw.
Ist der Patient gerade nicht in einer hypergenen Phase, bleibt doch die
Schwierigkeit, alle Ernährungsfehler strikt zu vermeiden. Im Verdachtsfall muß
zunächst versucht werden, durch Weglassen aller verdächtigen Nahrungsmittel aus der
Kost den Fehler zu finden und zu beseitigen.
Kaum ein Neurodermitispatient bleibt auf Dauer von Situationen verschont, daß nach
einer Phase deutlicher Beruhigung oder völliger Abheilung aller Hauterscheinungen
plötzlich oder allmählich wieder eine Verschlechterung eintritt. In einem derartigen
Fall gibt es mehrere Möglichkeiten:
1. Ein Fehler im Bereich der immateriellen Information ist passiert (z. B. der Patient
war zu Besuch in einer Wohnung, wo am gleichen Tag Kuchen gebacken wurde.)
2. Eine Minimalbeimengung des zentralen Allergens (Milch oder Weizen) hat sich
eingeschlichen (z. B. das Kind hat mit milchhaltigem Backtriebmittel gebackenes
Brot gegessen).
3. Der Fehler liegt im Bereich der oberflächlichen Allergene (z. B. bei
Zitrusfruchtallergie ein Frucht-Bonbon gelutscht).
4. Ein neues oberflächliches Allergen ist aufgetreten(z. B. Tomaten, die bisher
vertragen wurden, wirken jetzt als Allergen).
5. Die allgemeine Situation des Kindes hat sich verschlechtert (z. B. Schulstress,
Spannungen in der Familie, Krankheitsbelastung usw.).
Ist der Krankheitsverlauf allgemein unruhig, ist die regelmäßige Führung eines
Tagebuches und Nahrungsmittelprotokolls sehr zu empfehlen.
Nochmals sei betont: Wichtigster und jeweils als erstes zu verdächtigender Faktor
ist immer das zentrale Allergen. Ohne zentrales Allergen gäbe es keine
Neurodermitis und ohne seine völlige Vermeidung kann es keine Heilung geben!
Bei Berücksichtigung dieses wichtigen Merksatzes ist die allgemeine Ernährung des
Neurodermitis-Patienten nicht schwierig, jedenfalls viel einfacher als vielfach
dargestellt. Entsprechend der großen Bedeutung und Häufigkeit der Neurodermitis und
der allgemeinen Unsicherheit (auch der Medizin) was die Ursache betrifft, kursieren
zahlreiche, oft sich widersprechende, Diät- und Therapieempfehlungen. Wer das hier
vorgestellte Therapiekonzept verstanden und erlebt hat (wie bereits erwähnt beweist es
sich selbst anhand des Verlaufes und der jederzeit reproduzierbaren Reaktion auf jeden
Fehler) sollte sich durch Bücher, Broschüren, Zeitungsartikel, gutgemeinte Ratschläge
von Laien, aber auch von Ärzten, Fachärzten, ja selbst Universitätskliniken nicht
irritieren lassen.
Grundsätzlich gilt: Ein Neurodermitis-Patient darf und sollte alles essen, was für
ihn nicht verboten ist. Verboten sind nur die durch Test ermittelten Nahrungsmittel,
ansonsten sollte die Ernährung so vielseitig und abwechslungsreich wie möglich sein.
Bei Patienten mit mehreren oberflächlichen Allergien sollte das Prinzip der
Rotationsdiät beachtet werden: der Patient hat durch seine vielfältigen Allergien
bereits bewiesen, daß er zur Entwicklung neuer oberflächlicher Nahrungsmittelallergien
befähigt ist, daher sollte möglichst wenig Gelegenheit dazu geschaffen werden. Wenn
man darauf achtet, daß jedes Nahrungsmittel nicht öfter als alle 3 Tage in der
Nahrung enthalten ist, vermeidet man einseitige Belastungen und beugt damit der
Entwicklung neuer Allergien vor.
2. Lokaltherapie:
Die Neurodermitis über die Haut wirklich behandeln zu wollen ist sinnlos und würde
einer falschen Vorstellung von der Krankheit entsprechen.
Die Lokaltherapie dient lediglich der Pflege der Haut, die eigentliche Behandlung
erfolgt, wie bereits ausführlich begründet, ausschließlich über die inneren
Mechanismen.
Die Art der verwendeten Salben ist unwichtig und wird im wesentlichen vom Patienten
selbst und dem Zustand seiner Haut bestimmt. Fast immer ist eine fettende Pflegesalbe
(z. B. eine Mischung aus Ultrasicc und Ultrabas) nötig, viele Patienten haben ihre
Spezialsalben, die sich bei ihnen als besonders verträglich erwiesen haben. Auch
fettende Badezusätze (z. B. Balneum Hermal etc.) haben sich bewährt, bei manchen
Patienten wirken Meersalzbäder (Biomaris) günstig usw.
Cortisonhaltige Salben sollten ausschließlich als „Notbremse“ verwendet werden. Bei
Juckkrisen und akuten Verschlechterungen, wie sie als Folge eines Ernährungsfehlers
vor allem am Beginn der Behandlung vorkommen können, ist gegen ihre kurzfristige
Anwendung aber nichts einzuwenden. Der Ehrgeiz, ganz ohne Cortisonsalben
auskommen zu wollen, zeigt nur, daß man das Therapiekonzept noch nicht ganz
verstanden hat. Eine kurzdauernde Unterdrückung einer gelegentlichen
überschießenden Reaktion kann auf keinen Fall schaden, sehr wohl aber dem Patienten
qualvolle Stunden wirksam erleichtern!
3. BIT (früher: Bioresonanztherapie):
Die auf der „Informationsebene“ des Körpers wirkende Therapie mit körpereigenen
Schwingungen hat sich als zusätzliche, entlastende und toxinlösende Maßnahme sehr
bewährt. Nach jeder Bioresonanztherapie ist ganz besonders auf die Ausleitung der
durch die Therapie mobilisierten Giftstoffe zu achten (Siehe Merkblatt
Bioresonanztherapie)!
Eine absolut unverzichtbare Rolle spielt die Bioresonanztherapie bei der endgültigen
„Entallergisierung“ des Patienten. Haben Kind und Eltern die Allergiesituation (durch
exakte Allergenkarenz) sicher im Griff, kann durch mehrmalige Therapie mit BITgeräten
die Regulation wieder hergestellt werden.. Jede Einzeltherapie dauert nur
wenige Minuten. Wiederholungen sind nötig, weil die im Körper gespeicherte
nachteilige Auswirkung der Allergieinformation nur Schritt für Schritt durch die
Verbesserung der Regulationsfähigkeit und des Stoffwechselausgleichs überwunden
werden kann.
Während der Entallergisierungsphase muß sichergestellt sein, daß keine Fehler
bezüglich des Allergens gemacht werden, der Erfolg der Therapie könnte sonst in
Frage gestellt werden. Begonnen wird die Entallergisierungsbehandlung immer mit den
am kürzesten bestehenden oberflächlichen Allergien, die zentralen Allergene (Milch
und Weizen) sind am schwierigsten zu behandeln und kommen zuletzt. Treten während
dieser Therapiephase Verschlechterungsreaktionen auf, muß die Therapieserie
abgebrochen werden und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.
4. Homöopathische Behandlung:
Auch homöopathische Mittel wirken auf der Informationsebene des Körpers. Die
Erfahrung hat gezeigt, daß sie beim Neurodermitis-Patienten erst dann vertragen
werden, wenn die Allergiesituation bereinigt ist. Solange man also die Ernährung des
Patienten noch nicht sicher im Griff hat, ist mit homöopathischen (gleiches gilt übrigens
auch für die Mittel der Bach-Blütentherapie). Später, nach Bereinigung der
Allergiesituation ist die Homöopathie die ideale Therapiemethode für alle Krankheiten
und sollte – wo immer möglich- jeder Chemotherapie vorgezogen werden.
5. Eichothermtherapie
Bei Kindern mit sehr hartnäckigen chronischen Ekzemveränderungen mit Verdickung
und Infiltration oft großer Hautpartien haben sich Bestrahlungsserien mit dem
Eichothermgerät bewährt. Die durch Kombination verschiedener Lichtstrahlen werden
fotochemische Vorgänge n der Haut in Gang gesetzt, die oft eine nachhaltige
Beruhigung und Verbesserung der Hautsituation bewirken.
6. Symbioselenkung
Die Symbioselenkung (=Langzeittherapie mit Symbioflorpräparaten) ist eine bewährte
Methode zur Umstimmung speziell bei infektanfälligeren Kindern. Beim Allergiker
(und jeder Neurodermitis-Patienten ist ein solcher) muß immer eine Vorkur mit
Prosymbioflor vorgeschaltet werden. Erst nach 2-4 Wochen wird allmählich auf
Symbioflor I umgestellt
7. Darmsanierung
Der Darm hat bekanntlich eine zweifache Funktion: Er dient einerseits der Aufnahme
alles dessen, was mit der Nahrung dem Körper zugeführt wird, andererseits der
Ausscheidung aller nicht verwertbaren Schlackenstoffe, aber auch vieler Bakteriengifte,
sowie im Körper entstandener Toxine. Eine gestörte Darmfunktion – beim
Neurodermitis-Patienten oft als Folge langdauernder einseitiger Fehlernährung, oft auch
nach häufigen Behandlungen mit Antibiotika etc. – kann, auch bei richtig angewandtem
Therapiekonzept, einen beträchtlichen Hemmschuh für den Behandlungserfolg
darstellen. Die Art der Darmsanierung richtet sich vorwiegend nach dem
Untersuchungsbefund des Stuhles.
8. Pilzbehandlung
Pilze spielen beim Neurodermitiskranken in zweierlei Hinsicht eine Rolle:
1. In vielen Fällen besteht eine krankhafte Besiedelung des Darmes mit Hefepilzen.
Diese Candidamykose wird vom Patienten selbst meist nicht bemerkt, eventuell
aber für die Behandlung der Neurodermitis eine beträchtliche Erschwernis
darstellen.
Bei jedem Neurodermitispatienten sollten daher regelmäßig Stuhluntersuchungen
durchgeführt werden. Bei positivem Befund (Nachweis von Candida) wird
behandelt, wobei auch hier chemische Mittel erst an die zweite Stelle gesetzt werden
sollten. Eine bewährte naturheilkundliche Behandlung ist eine Kur mit
rechtsdrehender Milchsäure (RMS-Petrasch), kombiniert mit einem
Bakterienpräparat (Omniflora). Beides muß über mindestens drei Monate
regelmäßig genommen werden. Während dieser Zeit muß auf möglichst zuckerarme
Kost geachtet werden. Bei Mißerfolg der Kur, also weiterhin positivem Pilzbefund
im Stuhl, kann ausnahmsweise einmal mit einem Pilzmittel wie z.B. Nystatin, etc.
behandelt werden.
2. Eine weitere häufige Pilzlokalisation bei Neurodermitispatienten ist die Haut.
Besonders in den chronischen Ekzemherden, z. B. in den Gelenkbeugen, am Hals,
hinter den Ohren, an Händen und Füßen, siedeln sich gerne Pilze an. Sie werden in
der Regel nicht weiter bemerkt oder beachtet, weil sie vom allgemeinen Ekzembild
überdeckt werden. Wenn aber, als Folge fehlerfreier Ernährung, die Neurodermitis
beginnt von innen her abzuheilen, dann können die Pilzveränderungen, die ja
anderen Gesetzen gehorchen, übrigbleiben und ein Bestehenbleiben der
Neurodermitis vortäuschen. An diese Zusammenhänge sollte immer gedacht
werden, wenn sich Hautveränderungen, trotz deutlich erkennbarer allgemeiner
Besserung der Neurodermitis, als besonders hartnäckig erweisen.


Merksätze zur Neurodermitis
1. Die Neurodermitis ist eine allergische Erkrankung. Grundursache ist sehr häufig
oder fast immer eine Allergie gegen Milcheiweiß oder Weizen (oder beides).
Fachausdruck: „sog. zentrale Allergie“
2. Durch die in unserer normalen Kost automatisch gegebene tägliche Zufuhr von
Milch und Weizen wird die Allergie gegen diese Stoffe „maskiert“, d. h. ein
direkter Zusammenhang zwischen Milch- bzw. Weizenzufuhr und Hautbefund ist
nicht erkennbar.
3. Erst nach mehrtägigem völligem Weglassen des entsprechenden Allergens erfolgt
die „Demaskierung“ der Allergie. Ab diesem Zeitpunkt führt jede, auch die
winzigste Spur einer Allergenzufuhr zu einer deutlichen Verschlechterung der
Hauterscheinungen.
4. Neben der „sog. zentralen Allergie“, die immer die Grundursache der Neurodermitis
darstellt, kommen beim gleichen Patienten auch „oberflächliche Allergien“ vor. Sie
können die unterschiedlichsten Nahrungsmittel betreffen, z. B. Zitrusfrüchte,
Tomaten, Schokolade usw., aber auch lokal an der Haut wirkende Stoffe wie
Kosmetika, Salben, Textilien, Waschmittel, usw. Sie können während des Verlaufes
auftreten, auch wieder verschwinden, können zu deutlichen Verschlechterungen
führen, sind aber nicht die Ursache der Neurodermitis.
5. Für die Ausprägung der Hauterscheinungen spielt auch der augenblickliche
Gesamtzustand des Patienten eine große Rolle. Vor allem
psychische Spannungen und Belastungen (Familie, Schule, Beruf, etc.) können
sehr wirksam sein.
6. In der Behandlung der Neurodermitis steht die Allergenkarenz, d. h. das völlige
Ausschalten vor allem des zentralen Allergens (Milch, Weizen) an erster Stelle.
Schon kleinste Fehler machen sich in Juckreiz und Hautverschlechterung
bemerkbar.
7. Viele Neurodermitispatienten durchlaufen Phasen ganz besonderer
Überempfindlichkeit. Während dieser „Hypergiephasen“ treten Allergiereaktionen
schon nach Kontakt mit der immateriellen Information (= spezifisches
biophysikalisches Schwingungsmuster) des Allergens, ohne direkten materiellen
Kontakt auf. Bei diesen Patienten muß das zentrale Allergen vollkommen aus
seinem gesamten Lebensraum samt Umfeld eliminiert werden. (Wohnung,
Familienangehörige, Besuche, Lebensmittelgeschäfte, Bäckereien, Konditoreien,
Restaurants, etc.)
8. Die Lokalbehandlung (Salben, Bäder etc.) ist unwichtig! Die Haut muß lediglich
gepflegt werden. Cortisonsalben kurzfristig als Notbremse bei akuten
Verschlechterungen.
9. Zusätzliche naturheilkundliche Maßnahmen können zur Beruhigung der
Hautsituation beitragen.
10. Bei fehlerfreier Ernährung Allergenkarenz kann mit Hilfe der BIT schließlich eine
Verträglichkeit der Allergene erreicht werden.
Therapiemerkblatt nach Dr. med. P. Schumacher, Innsbruck